Hier findet Ihr unsere Antworten auf die 12 meistgestellten Fragen
- Arbeitet Ihr wirklich alle bei der katholischen Kirche?
Ja ... wir können nix anderes 😉. Näheres unter Menüpunkt 'Das sind wir'
Und ja, es geht beides: Kirchenkabarett machen UND bei der Kirche arbeiten. Das ist für uns auch ein bisschen Seelenhygiene für unseren Job. - Seit wann macht Ihr das schon?
Beim Katholikentag in Karlsruhe 1992 sind wir in einem Winkel beim KHG-Stand (also bei der Katholischen Hochschulgemeinde) zum ersten Mal aufgetreten.
Und was soll man sagen: es waren viele Leute da, die Stimmung war gut und wir bekamen die erste Engagement-Anfrage - Wie habt Ihr Euch kennengelernt?
Wir haben alle an der KFH (Katholische Fachhochschule) in Freiburg i.Br. das Fach Religionspädagogik studiert.
Dort war es üblich, dass die einzelnen Semester für den ganzen Fachbereich Feste mit Programm organisierten.
So entstanden die ersten Szenen, nicht zuletzt die legendäre 'Straßenbahn'.
Dann meinte Tobias: "Lasst uns doch beim Katholiken-Tag auftreten." ... und dann: siehe 2. - Wie seid Ihr auf den Namen MAULFLASCHEN gekommen?
"Wir können alles, außer Hochdeutsch!" Also redeten wir auch in unseren Szenen so. Für den Katholikentag brauchten wir einen Namen. Also suchten wir ein Wortspiel aus was typisch Schwäbischem. Und zack ... da waren sie: DIE MAULFLASCHEN
Die spätere Deutung war dann manchmal: "Wir maulen rum, sind aber selbst nicht besser als die anderen (Flaschen)."
In der Presse hieß es bezüglich des Namens öfters auch: "Flaschen sind sie nicht - und aufs Maul gefallen schon gar nicht." - Wie oft tretet Ihr auf?
In der Regel an sechs Wochenenden im Jahr mit jeweils zwei Auftritten. Bei Katholiken- oder Kirchentagen sind wir auch oft dabei. - Wo kommt Ihr her?
Das kann man so genau gar nicht sagen, weil wir seit dem Studium an verschiedenen Orten gelebt haben.
Aktuell wohnen wir in Ravensburg - Oberzell, Sulz - Holzhausen, Pfaffenweiler, Schwäbisch Hall - Sulzdorf, Wernau a.N - Und wie macht Ihr das dann mit den Proben?
Normalerweise am Mittwoch vor dem Auftrittswochenende online (Ein positiver Nebeneffekt von Corona!) und dann an den Auftrittswochenenden selbst, die wir gemeinsam verbringen. Da studieren wir dann auch neue Szenen ein.
Unser großer Vorteil ist, dass wir schon so lange zusammen und somit gut aufeinander eingespielt sind. Auf diese Weise können wir auch auftreten, wenn mal jemand krankheitshalber ausfällt. - Wer schreibt denn die Stücke und wie oft macht Ihr ein neues Programm?
Das geht so:
* jemand hat eine Idee für eine Szene
* einer schreibt einen Entwurf und schickt den per Mail an die anderen
* jeder, der Muse hat, überarbeitet den jeweils aktuellen Entwurf bis dann eine 'vorläufige' Endversion vorliegt
* jeder lernt seinen Text (mehr oder weniger 😂) und macht sich mit seiner Rollen-Figur vertraut (incl. Klamotten und Requisite)
* an den Samstagen der Auftrittswochenenden wird die Szene dann geprobt und abends auf die Bühne gebracht
* und dann entwickelt sich die Szene nach und nach weiter
Wenn eine neue Szene ins Programm kommt, fällt eine alte raus. So erneuert sich unser Programm mit der Zeit von alleine. - Habt ihr Schauspiel gelernt?
Gelernte Profi-Schauspieler sind wir nicht.
Aber unser Studium hatte sehr kreative Anteile. Die meisten von uns brachten von früher schon etwas Auftritts-Erfahrung mit durch Musikmachen o.ä..
In Kursen (Impro, Theaterpädagogik, Schauspiel, Kabarett) haben wir uns einzeln weitergebildet und immer wieder voneinander gelernt. - Warum habt Ihr keine Frau in der Gruppe?
Weil wir katholisch sind! 🤣
Nein, im Ernst! Gut wäre das schon. Aber es hat sich im Studium einfach zufällig so errgeben. Seither ist unser Ensemble unverändert. Sicher auch deshalb, weil uns eine enge Freundschaft verbindet und die Kabarett-Wochenenden für uns immer Freundschafts-Pflege war und ist!
Das gleich gilt auch für die Frage: Warum habt ihr keine/n Evangelische/n in der Truppe. Aber im Herzen sind wir trotzdem überzeugte Ökumeniker! Deshalb haben wir auch die Evangelischen in unserem Programm nicht vergessen. - Dürft ihr das überhaupt, wenn ihr bei der Kirche arbeitet?
Ganz klares und deutliches: JA!
Es wurde uns nie zum Vorwurf gemacht - ganz im Gegenteil. Die Diözesen haben unsere Forbildungen unterstützt und uns für hochoffizielle Angelegenheiten gebucht.
Auch Bischöfe haben bei uns schon gelacht!
Eben weil wir Teil dieser Kirche sind, spüren wir selbst, wann die Schmerzgrenze erreicht ist. Gleichzeitig verzeiht man uns Vieles, wenn das Publikum weiß, dass wir selbst zur Kirche gehören. Klar gibt es auch kirchliche Menschen, die unser Tun für 'unmöglich' halten, aber die gehen in der Regel gar nicht erst ins Kabarett. - Warum macht ihr das eigentlich?
Wir lachen lieber selbst zusammen mit dem Kirchenvolk über unseren schrägen Laden als dass andere über uns lachen.
Außerdem stehen wir für die FROHE BOTSCHAFT und für die Vision vom REICH GOTTES und für die Hoffnung, dass wir einen Beitrag dazu leisten, damit unsere Kirchen (ökumenisch gedacht!) eine ZUKUNFT haben weitergeht und sich immer was weiterentwickelt (v.a. kathollisch gedacht.)
Sonst noch Fragen?
Gerne bei einem unserer nächsten Auftritte persönlich!
